Wenn die Sorge und der Kummer gehen auf die Reise,

trifft es alle in irgendeiner Art und Weise.

Es interessiert sie nicht woher du kommst,

sie fragen nicht nach deinem gesellschaftlichen Stand,

denn sie nehmen jeden an die Hand.

Verteilen vergnüglich ihre Päckchen und die Last,

haben sie doch viel Zeit und machen nie Rast.

Den Beiden ist ́s egal ob du reich bist oder arm,

sie kennen weder Reue noch die Scham...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist ein Freund für mich?

 

Er ist da, auch wenn ich ihn nicht seh…

Er hält schützend seine Hand über mich.

Er ist mir ganz nah, zu jeder Zeit,

auch wenn ich ihn doch enttäusch.

Er hört mir zu, zu jeder Stund,

auch wenn ihm liegt manch Wort auf der Zung…

 

Was ist ein Freund für mich?

 

Ich lieb ihn zu jeder Zeit!

Halt zu ihm, so wie er zu mir!

Bin für ihn da, wie er für mich!

Ich hör ihm zu, zu jeder Stund!

Halt schützend meine Hand über ihn,

auch wenn ich nicht in seiner Nähe bin!



 

Ein Herz zerrissen von der Lebendigkeit,

ein Herz zerrissen von Tod, der Endgültigkeit.

Der Schmerz gar groß und von Unendlichkeit,

ein Herz so groß und doch so klein…

Ein Schmerz, der unermesslich scheint

und doch in dieser Welt so klein.

Nur wenigen Menschen ist Empathie bestimmt,

und das sind wahrlich nicht viele mein Kind!

 

Stille macht sich breit, kein Laut ist mehr zu hören.

Nur das Pochen meines Herzens vernehme ich.

Höre in mich hinein, sehe meine Seele wie sie weint.

„Brauchst nicht zu weinen, denn alles wird gut! Denk

stets daran, es geht immer weiter ich bleibe nie stehen!“

Flüstere ich ihr zu und sie lächelt mich an und

mit Tränen in den Augen legt sie sich schlafen.

 

 



 

Der stille Protest fängt bei jedem selbst an!

Der stille Protest lässt mich die Welt mitgestalten!

Der stille Protest zeigt mir was wichtig ist!

Der stille Protest kann so viel erreichen!

Der stille Protest bewegt mich zum umdenken!

Der stille Protest fängt bei jedem selbst an!

 

Der stille Protest zum Schutz unserer

Mutter Erde…

 

 

Entstanden vor unzähligen Jahren,

am tiefsten des Himmelreichs.

Wasser, Berge und auch Leben, 

entstand im Laufe deines Daseins.

Hast stets gewusst und auch bedacht,

dass alles seinen Platz einnimmt.

Bist ohne Pause immer bemüht,

dass das Feuer in dir brennt und glüht.

Doch darfst du eines nicht vergessen,

der Mensch unverblümt und besessen,

stets für ein Durcheinander sorgt.



 

 

Schenk mir Deine kleinen Hölzer,

lass mich Deinen Takt anschlagen.

Schenk mir Dein zartes Gehör,

lass mich Deinen Ton angeben.

Nimm mich auf in Deiner Welt,

denn in Dir fühl ich mich geborgen.

Nur durch Dich, Du schöner Wald,

fühl ich mich sorgenlos und frei.

Wir greifen immer nach den Sternen,

sehnen uns nach einem besseren Ort,

und vergessen über dies all zu gern,

dass wir ihn schon längst bewohnen.

Unsere Mutter Erde schenkt uns alles

und verlangt von uns nicht viel.

Doch wir danken es mit Ausbeutung

und unserem ganzen Müll.

 

Und wenn wir nach den Sternen greifen,

erhaschen wir auch da mittlerweile nur

noch unseren Schrott.



 

 

Loderndes Feuer wir spüren deine Macht,

hohe Flammen fegen über das Land.

Wärmendes Feuer durchdringe die Nacht,

die Flammen in deiner Hand werden klein.

Loderndes Feuer wir spüren deine Macht, 

du lässt neues Leben auf der Erde entstehen.

Gevatter Winter

 

Nicht mehr lang, dann ist es soweit,

ich trag mein weißes Winterkleid

geformt aus tausenden Schneeflocken.

Ich leg mich still über Wald und Flur,

werd Euch freudig nach draußen locken,

verbreite trotz Kälte, Wärme in der Natur.

Ich, Gevatter Winter, durchstreife das Land,

sorge für Schlaf und die nötige Ruh,

vieles liegt schützend unter meiner Hand. 

Begleite Euch bis das die Natur wieder erwacht.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Oh, Du meine Schöne,

klag mir Dein Leid!

Oh, Du meine Schöne,

erzähl mir von Deiner Last!

Ich weiß, Du drehst Dich

stets weiter, ohne Hast!

Unermüdlich bist Du

für uns Menschen da!

Doch nur Wenige spüren

Deine Qual…

Und wenn Du am Ende bist,

führt kein Weg zurück!

Du gibst die Hoffnung nie auf,

so drehst Du Dich weiter

in Deinem schmerzlichen Lauf…

 

 

 

Drum überleg Dir gut wie Du Dein Leben lebst,

welche Schritte Du für Dich auserwählst.

 

Stets ehrlich sein ist nicht einfach und die

Versuchung auf Deinem Wege immer da.

Lässt Du Dich jedoch auf ́s Schlechte ein,

dies nicht mehr umzukehren ist.

 

Denk daran, was wirklich wichtig ist,

ist weder das Geld noch die Macht!

 

Es ist der stille Freund an Deiner Seit,

der für Dich da ist in der Nacht.

Doch hast Du ihn je betrogen,

er niemals für Dein Wohlergehen sorgt.



 Wir können nicht widerstehen,

denken stets an die alte Zeit,

unsere Herzen werden schwer,

denn mit dem Menschenkind

wurde es gar kalt.

 

Hör gut zu, dem Flüstern im Wind,

er berichtet von der alten Zeit,

in der wir glücklich waren,

denn kein Menschenkind

ward zu sehen weit und breit.

 

Hör gut zu, dem Rauschen im Fluss,

er berichtet von der alten Zeit,

in der alles im Gleichgewicht war,

dann kam das Menschenkind

und mischte sich ein.

 

Hör gut zu, den Blättern im Wind,

sie berichten von der alten Zeit,

in der man die Wälder noch ehrte.

Oh du kleines Menschenkind,

was hast du nur getan?

 

Wir alle waren dir stets treu,

haben wir dir doch so viel

und gern von uns gegeben.

Was haben wir dir nur angetan,

wir leiden und dir ist egal!

Du behandelst uns wie Dreck

und wirfst uns einfach weg!

 

Die Naturgeister

Glaube an die Märchen und

verliere nicht den Glauben

an all die Sagen.

Es steckt so viel Wahrheit drin,

das Gute und das Böse,

was in unserer Welt immer mehr

verschwindet ist das Gute,

doch das Böse bleibt.

 

Edelmut und wahre Stärke,

Zusammenhalt und beschützen,

Mut und füreinander einstehen.

Selten sind diese Eigenschaften

geworden.

Lügen und betrügen,

Intrigen und Dekadenz,

auch nach unten treten…,

schön wäre es, wenn diese

Eigenschaften verschwinden

würden.

 

Glaube an die Märchen und

verliere nicht den Glauben

an all die Sagen.

Es steckt so viel Wahrheit drin,

das Gute und das Böse,

was in unserer Welt immer mehr

verschwindet ist das Gute,

doch das Böse bleibt.

 



 

 

Wir flüstern uns leise zu,

lasst uns doch endlich in Ruh.

Geht Euren steinigen Weg,

denkt zurück an den Steg,

der in das klare Wasser ragte,

wir, die Naturgeister, nicht klagten,

seid stolz, denn ihr habt es geschafft,

die einst reine Natur fast dahingerafft,

geht Euren steinigen Weg,

lasst uns endlich in Ruh,

sonst schließen wir unsere Augen,

kein Weg führt mehr zurück,

zurück zu einst unbeschwerten Tagen.

  

 

Renne durch die lange Nacht,

gehe durch den dichten Wald,

genieße die Runden im Meer,

atme ein die reine, klare Luft.

Laufe durch das weite Tal,

erklimme den hohen Berg.

 

Und wenn du oben stehst,

dein Blick wird jetzt klar,

er schweift übers ferne Land,

so weißt du, dass es sich lohnt, 

für die Natur zu kämpfen…



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Leben, ein Auftritt auf der Bühne,

wir spielen gern und geben vor,

nun, es wird uns zeitlebens prägen.

Es gleicht auch einem Kartenspiel,

welche Karte wird heut gegeben?

Bekommen wir den Herzensmensch

oder tragen wir ein schweres Kreuz?

Doch wenn wir am Ende angekommen,

zählt vor allem eins - so wie wir gelebt,

uns glücklich in Erinnerung bleibt,

denn das heißt, es war unser Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich vergeb nen Preis… 

an all jene, die gaffen und es nicht raffen,

an all jene, die filmen und fotografieren,

sich nen Dreck um der Opfer Familien

scheren und sich nicht mal dafür schämen.

 

Ich vergeb nen Preis… 

an all jene, die helfende Hände angreifen,

noch dazu dumm herumkeifen,

sich nen Dreck um der Helfer Seelen

scheren und sich nicht mal dafür schämen.

 

Ich vergeb nen Preis… 

an all jene, die ganz oben stehen,

nichts besseres tun, als nach unten zu treten,

sich nen Dreck um das Leid anderer

scheren und sich nicht mal dafür schämen.

 

Ich vergeb nen Preis… 

an all jene, die die Natur ausbeuten und schänden,

elendes Leid über Tiere bringen,

sich nen Dreck um deren Nachkommen

scheren und sich nicht mal dafür schämen.

 

Ich vergeb nen Preis… 

an uns Menschen, die es nicht kapieren,

nicht aus ihren Fehlern lernen,

sich nen Dreck um die Jahrtausend alte Erde

scheren und sich nicht mal dafür schämen.

 

Die Reihenfolge ist egal, es ist und bleibt eine endlos peinliche Qual…

 



Freundschaft ist wie Silber,

sie muss immer wieder poliert werden.

Freundschaft ist wie Stahl,

man muss immer daran feilen.

Freundschaft ist wie Holz,

beim Hobeln fallen auch mal Späne.

Freundschaft ist wie feines Porzellan,

wird sie nicht gepflegt, sie für immer zerbricht.

Wenn die Nacht zieht übers Land,

kommen all die vielen Kreaturen,

welch sich halten im Verborgenen.

Sie blühen auf, sind für diese Nacht

lebendig und voll Tatendrang.

Und wenn sich der Tag ankündigt, 

sie leise im Unterholz verschwinden.



Hektisch rasen wir durch unser Leben,

auf der Suche nach der verlorenen Zeit,

wollen immer nach dem Neuen streben,

denken, dass es uns am Leben erhält.

Merken nicht, wie wir versinken in

dem Morast in dem wir stecken,

gefüllt mit Gier und Machtgehabe.

Immer höher, schneller, weiter

wir machen nicht Halt auf der Leiter,

steigen ständig höher in die Lüfte,

bis das die letzte Sprosse bricht.

Und wenn die Leiter in sich verfällt,

es nicht mehr wie es ist - im Gleichgewicht.

Ich wiege mich im Wind,

stehe ein für meine Fehler,

fühle mich geborgen,

denn ich bin Euer Kind.

Ihr küsst mich wach am Morgen,

geleitet mich durch den Tag,

wenn ich mich schlafen lege,

legt Ihr schützend eure Hand

über meinen kleinen Körper.

Euer Blick nicht von mir weicht,

bin ich doch Euch nicht gleich.

Ich werde Euch ehren,

jeden Tag und jede Nacht,

weil ich stets weiß,

Ihr haltet Eure Wacht.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass dir niemals deine Träume rauben,

wollen sie stets behütet sein.

Lass deine Sehnsucht nie verstauben,

will sie begehrlich bei dir wohnen.

Lass dir niemals deine Liebe stehlen,

will sie endlos in dir glühen.

Lass die Hoffnung in dir nie erlöschen,

will sie unendlich Halt dir geben.

Lass dir den Mut niemals entreißen,

will er beständig an deiner Seite sein.

Lass dir die Würde niemals nehmen,

will sie unermüdlich mit dir ziehen.

Sei dir allezeit treu und ehrlich.

 

Wir schlagen die Trommeln,

doch Du hörst sie nicht,

wir schreien uns die Seele aus den Leibern,

doch Du vernimmst es nicht.

Dunkel und tief sind unsere Töne,

doch Du ignorierst uns – immer wieder.

Warum schätzt Du uns nicht?

Warum lässt Du unsere Rache zu?

Wir verstehen es nicht…

Du bezeichnest Freunde von uns

als Unkraut, weil Du sie nicht magst.

Kleines Menschenkind rechtfertige Dich,

denn Du bist für uns das Wildkraut! 

  

Die Naturgeister



Einst schworen wir uns ewige Treue,

hielten stets unser gegebenes Wort.

Nichts konnte uns jemals trennen,

waren gebunden an unseren Schwur.

Wir waren beständig im Streben

und teilten brüderlich den Schatz.

Doch wurde die Gier gar grenzenlos

und unsere Schwures Fesseln morsch…

Wir suchen nach der ersehnten Quell,

die uns zeitlebens zur Seite steht.

Doch so sehr wir uns anstrengen,

wir finden sie in unserem Leben nicht…

Drum hört gut zu dieser Geschicht.

In uns liegt die ersehnte Kraft,

jene Kraft, die so vieles schafft.

Seh nicht nach fremden Dingen,

die dir eh nichts bringen.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ach, wenn ich doch nur ein Naturgeist wär,

würd mich rächen für all das Leid,

ach, wenn ich doch nur ein Naturgeist wär,

würd ich all die Regeln brechen,

doch da ich kein Naturgeist bin,

werd ich mich, wenn meine Zeit gekommen,

mit ihnen verbünden!

Blick zurück auf all die Jahre,

die vergingen wie im Fluge.

Denk daran wie es noch war,

als du Kind warst, unbefangen.

Dann kam die Zeit der Jugend,

ach wie herrlich, ausprobieren.

Sich verlieben und verlieren.

Auf eigenen Füßen stehen,

was war der Anfang schwer.

Doch lernt man aus Fehlern.

Eigenes Schaffen stand bevor,

Ziele nicht aus den Augen verlor.

Nicht spurlos ging es vorbei,

das Leben war nicht immer leicht.

Leichtigkeit, sie war einmal und

der Gang, er wird schwerer.

Das Spiegelbild wird greiser,

der Glanz in den Augen bleibt.

Es ist die Seele und schaut uns an,

zeitlebens unser Freund gewesen. 



Egal in welchen Bereichen,

es ist doch immer das Gleiche.

Stetig wird das Netz erneuert,

Intrigen, Macht und Geldgier angefeuert.

Ständig ziehen sie die Fäden,

betrügen, lügen und lächeln friedlich.

Geld hat ja noch nie gestunken,

sind sie doch nicht mehr als Halunken.

Kriegen einfach den Hals nicht voll

und finden sich dabei noch toll.

Korrupt und ohne ein Gewissen,

verfolgen sie nur ihre Interessen.

Und wenn sie aufgeflogen sind,

bekommen sie es noch hin,

ne dicke Abfindung ist der Lohn,

was für ein erbärmlicher Hohn.

 

 

Ich hör der Flöte zarten Töne,

sie durchstreifen den stillen Wald.

Überqueren all die Felder und machen

auf den blühenden Wiesen halt.

Die zarten Töne ziehen weiter,

berühren des Sees tiefen Grund.

Sie treiben auf den Wellen und

begleiten den Fluss zum Meer.

Und wenn der Tag legt sich zur Ruh,

die Töne hoch zu den Sternen gehen.

ruhen in der Nacht und warten darauf,

dass wieder die Sonne aufgeht.



Und sie weint, Tränen der Trauer,

Tränen der Verzweiflung und Tränen der Wut.

Und sie flüstert unter Tränen,

so hört doch endlich auf mich zu schänden.

Und sie spricht unter Tränen,

so hört doch endlich auf bevor ich daran zerbrech.

Und sie schreit unter Tränen,

so hört doch endlich auf sonst werd ich mich rächen. 

Und sie weint und dreht sich weiter stumm,

bis ihr letzter Tag kommt…

Hörst du das Flüstern am Bach,

wenn im Frühjahr die Natur wieder erwacht?

Hörst du das Singen in der Früh,

wenn der Sommer lässt alles aufblühn?

Hörst du das Summen auf deinem Pfad,

wenn der Herbst den Sturm übers Land jagt?

Hörst du das Raunen der Natur,

wenn der Winter sie lässt kommen zur Ruh?

 

Hör ihr gut zu und halt sie in Ehr auf

einem längst vergessenen alten Weg.



 

 

Schau Dich um kleines Menschenkind,

dichter Nebel durch unsere Finger rinnt.

Sieh Dich vor und acht auf Deinen Schritt,

wir spüren jeden noch so kleinen Fehltritt.

Ehre uns auf Deinem Weg durchs Leben,

werden uns bedanken, Dir vieles von uns geben.

 

Die Naturgeister

 

Wenn aus den dichten Wolken oben,

fallen all die kleinen Flocken,

freu ich mich wie jedes Jahr, flechte

Perlen in mein seidenes Haar.

Hab mich ganz warm eingepackt und

warte auf meine Lieben, um mit ihnen

durch den tiefen Schnee im Wald zu stapfen.

Wir wollen all unsere Freunde treffen

und gemeinsam durch die Winterzeit gehen.



Der Baum wiegt sich im Wind,

er beschützt die kleine Pflanze,

denn sie ist sein Nachfahre,

sein kleines zartes Kind.

Im Schatten wächst es heran,

wohl behütet unter seinem

schützenden Blätterdache.

Die zierliche Pflanze regt sich

im Schatten nach der Sonnen Strahlen.

Immer höher wächst sie hinaus

in den folgenden Jahren.

Der Baum längst alt geworden,

sein Stamm von den Gezeiten

ganz morsch und marode.

Er weiß, seine Zeit ist gekommen

und er wird seinem Kinde den

schweren Weg bereiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wachs zerrinnt zwischen meinen Fingern,

Schmerzen spür ich nicht in dieser Nacht.

Halte fest mein Siegel in der guten Hand,

schaue nieder auf den Brief, den ich

für Dich mit Blut geschrieben,

treu steh ich zu meinem Wort!

Stehe Dir zur Seite, loyal und wohlgesinnt,

mein geschriebenes Wort hält Dich am Leben, 

bürge für Meines auf immer und alle Zeit!



 

Wir werden kämpfen für all das Gute!

Wir werden zusammenstehen für alle Zeit!

All die Naturgeister werden zu uns halten!

Lasst uns nicht allein, an unserer Seite sollt ihr stehn!

 

Gemeinsam werden wir den Feind vertreiben!

Wir werden kämpfen bis in alle Ewigkeit!

So lange, bis das Schlechte keinen Halt mehr findet!

Lasst uns nicht allein, an unserer Seite sollt ihr stehn!

 

Unsere Gefährten werden stets hold uns sein!

Der Mond wird uns den Weg zeigen in der Nacht!

Der Sonnen Strahlen werden wir immer folgen!

Lasst uns nicht allein, an unserer Seite sollt ihr stehn!

 

Kleine Spieluhr dreh dich weiter, bleib nicht stehn,

bist mein Begleiter bis ich schlafen werde.

Und wenn ich eingeschlafen bin, drehst du weiter

deine Runden ohne Rast und Ruh.

Weckst mich in der Früh und ich bin glücklich,

wenn ich noch immer am leben bin.

Kleine Spieluhr dreh dich weiter, bleib nicht stehn,

bist mein Begleiter durch mein Leben…

 

 



Geisterhaft ziehen leichte Nebelschwaden

über der Wiesen grünen Halmen,

durchzogen von fahlem Licht des Morgens,

stumm und doch den Rücken gestärkt

von den verborgenen Naturgewalten.

Mit jedem Tag, der nach dem Herbste strebt,

still und unscheinbar, sind sie uns nah.

Ihre Hände kalt und warm, sehnen sich

nach des Menschen Güte und sie wünschen

sich nichts mehr, als das er sie behüte.

 

Die Naturgeister

 

 

Windpferde

 

Nimm ihn mit auf deinem Rücken,

gen das weite Himmelszelt.

Lass ihn wahr werden mit verzücken,

auf das es mir wohl gefällt.

Mein Wunsch wird dir gefallen,

wenn er angekommen.

Möcht so gern, dass er sich erfüllt,

mein geheimnisvoller Traum.



Ausgehöhlter Feuerstein

 

Am Ufer unter all den Steinen

                          warte ich geduldig darauf,         

bin mir sicher, dass du mich findest

und mein Werk beginnen kann.

Ich beschere dir gar dein Glück,

                           und biete dir meinen Schutz.           

Halt mich hoch, blick hindurch

auf das weite Meer hinaus und

ich sorge dafür, dass dein Wunsch

auch in Erfüllung geht.

 

Wenn du mich gefunden hast, halt mich

stets in Ehren, ich bin ein Hühnergott,

ein Gott aus dem Meere.


 

 

Wenn die Tage werden dunkler

und der Wind den Regen peitscht,

denke an den Gezeitengeist,

der jetzt sein Unwesen treibt.

Er preiset an den kühlen Herbst,

vertreibt das schlechte Sommerweib,

ergreift die Flucht vorm Gevatter Winter,

hofft, dass die Frühjahrsmutter

ihm hold und wohl gesonnen bleibt.



Ich bin gefangen

in meiner Schrift,

an Schlaf zu denken

in dieser Nacht,

es gelingt mir nicht.

Stehe auf und nehme

meinen Stift und

schreib die Wörter nieder,

die meinen Geist durchstreifen.

Zufrieden leg ich

mich wieder hin,

mein Gemüt kommt zur Ruh 

und ich hör die Sterne flüstern.

Und ich sah die Raben fliegen,

es war´n dreie an der Zahl.

Sie brachten keine Liebe,

sie beichteten von der Qual.

Durch die nahende Dämmerung

flogen sie wieder hinfort,

sie werden den Göttern berichten, 

von unserem geschändeten Ort.



Ich stehe am Fenster,

blick in die Fern,

es ist wieder einer dieser Tage an dem ich mich allen ernstes frage:

„Soll ich es wirklich wagen?“

Es gibt doch viel Armut in unserer

scheinheiligen Welt, aber auch die große

Liebe zur Macht und zum Geld.

Es fehlt vielen an Nahrung und Wasser,

auch unsere Natur ist stark bedroht.

Ach denk ich bei mir:

„Ich werd´s wohl doch lassen!“

Sollen andere sich drum kümmern

und helfen wo´s geht.

Ich mach weiter wie immer,

mache meinen Mist zu Geld…

 

Jene die ganz oben stehen, haben vieles

erreicht, nur eines wird ihnen immer fehlen:

Wahre Stärke und Freundschaft kennen sie

nicht, gar zu helfen für sie nur grotesk.

Doch sollten sie eins bedenken, auch sie

können ihr eigenes Leben letztendlich

nicht lenken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lächle, auch wenn es Dir zum Weinen zumute ist.

Denn Du weißt, dass es wieder besser wird.

 

Lächle, auch wenn jemand fies zu Dir ist.

Denn Du weißt, dass sich alles irgendwann rächt.

 

Lächle, auch wenn Dich jemand anschreit.

Denn Du weißt, dass er sich nur selbst schadet.

 

Wenn Du Dein eigenes Lächeln verlierst, tief in

Deinem Innern, hast Du verloren.

 

Denn dann, wirst Du wie die anderen, die nicht

wissen, was es heißt, auch in schweren Zeiten 

sein eigenes Lächeln nicht zu verlieren.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tarot

 

Das Leben ist wie ein Kartenspiel,

welche wird die nächste sein?

Mische die Karten mit Gefühl

so sind sie dir wohl gesinnt.

 

Es sind die Zeichen deines Lebens

und sie zeigen dir den Weg.

 

Ziehe die Karten mit Herz heraus,

und lege sie vor dich hin.

Deine Hand greift nach ihnen

und dreht sie langsam um.

 

Es sind die Zeichen deines Lebens

und sie zeigen dir den Weg.

 

 

Die Tränen des Mondes

 

Wenn die Nacht sich vor dem Tag verbeugt,

der Mond seine Tränen hat längst verteilt,

der Sonne ersten zarten Strahlen fallen,

magisch glitzert der sanfte Morgentau,

öffnet sich ein schmaler Spalt zu einer Welt,

die sich sonst vor uns verborgen hält.

 

Leis und still kommen sie uns besuchen,

lächelnd und manchmal auch fluchend,

ziehen sie sich wieder unbemerkt an ihren 

Ort zurück und schenken neues Leben.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe mich verliebt,

in einen Menschen,

der mit beiden Füßen

fest im Leben steht.

Der nicht, wie so viele andere,

mit meinen Gefühlen spielt!

 

Ich habe mich verliebt,

in einen Menschen,

der so gerne feiert und

sein Leben genießt und

nicht den Spieß umdreht!

 

Ich habe mich verliebt,

in einen Menschen,

der mal gerne einen trinkt

und doch den Boden unter

seinen Füßen nicht verliert!

 

Ich habe mich verliebt,

in einen Menschen,

der frei ist von Vorurteilen

und sich an seine eigene

kleine Nase fasst.

 

Es ist mein Leben, das ich liebe

frei von allem unnötigen Ballast.

Ich schmunzle über die,

die nur nach den anderen gieren,

statt um sich selbst zu kümmern!

 

Sie lieben nicht ihr eigenes Leben,

weil ihnen die Zeit dazu fehlt,

da sie immer und ewig nur

nach ihren Mitmenschen schauen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Fluss

 

Still schlängelt er durch den Sand,

er nimmt sie mit auf seine Reise.

Ohne Widerworte begleiten sie ihn,

durch den Wald und über die Wiesen.

 

Selbst das Gestein ist ihm erlegen

und im Stillen ganz verwegen,

lösen sie sich los, folgen ihm

in der Nacht, ganz willenlos.

 

Die kleine Quelle nimmt Formen an,

die kein Mensch erahnen kann.

Ein schmaler Bachlauf er einmal war,

wird er jetzt doch immer größer.

 

Er bahnt sich seinen schweren Weg,

durch das zarte Erdenreich.

So stolz ist er einst gewesen,

mündet nun in den tiefen Meeren.

 

Doch aus den Meeren wird er neu entstehen

und seines schweren Weges ziehen.

Die kühle Macht, die er verteilt,

schon immer unter uns gewesen.

 

Spendet Leben wohin er auch kommt,

ohne ihn geht nichts in unserer schönen Welt.

Gibt auf ihn Acht und behandelt ihn sacht,

so wird er noch Jahre fließen und unsere

Nachfahren können dies auch genießen.



Der Tag, er war lang

und die Stunden hart.

Zu Haus angekommen,

gönn ich mir meine Ruh.

 

Nach einem spärlichen Mahl,

leg ich mich ins Stroh,

ich fühl mich geborgen,

weil sie über mich wachen.

 

Ich schließ meine Augen,

denk an mein Schaffen

und blick auf den Tag

zufrieden zurück.

 

Ich fang an zu träumen

in der ruhigen Nacht,

die Götter hoch oben 

begleiten meinen Schlaf.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und ich wiege mich zur Melodei,

lasse los, lasse los von dem Ballast,

der mich erdrückt und gefangen hält.

Und ich wiege mich zur Melodei,

genieße einfach nur die Lust,

die Lust am Leben, diese einfache

Lust zu genießen und zwar das

einfache Leben, ohne Zwang.

Und ich tanze zur Melodei,

lasse los, lasse los von dem Ballast,

der immer wieder verzweifelt versucht

mich gefangen zu halten.

Ich tanze und drehe mich im Kreise,

zu dieser einfachen Melodei,

voll Anmut und so weise…



Ich hebe meinen Becher,

gefüllt mit kühlem Met.

Ich trinke auf das Leben,

ich stoße an auf die Liebe.

 

Ich hebe meinen Becher,

gefüllt mit kühlem Met,

schaue hoch zum Himmel

und meine Seele lacht.

 

Und sie heben ihre Becher,

gefüllt mit kühlem Met.

Sie trinken auf das Leben,

sie stoßen an auf die Liebe.

 

Wir heben unsere Becher

und wir stoßen an.

In einem Zuge leeren wir

unsere gefüllten Becher, 

gefüllt mit der Götter Trank.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Nacht ist schwarz, der Mond, er wacht,

mein Herz so schwer und meine Seele schreit!

Sie schreit hinaus in die weite Welt, doch

ich weiß schon jetzt, dass es niemand hört!

 

Seid Ihr wirklich schon so taub und blind?

Ihr schändet meine Natur nur für Geld!

Bedenkt, dass ich mich rächen werde! 

Dieser Tag, er naht, wenn Ihr nicht erwacht!



Zwei Raben sprachen:

 

Raub uns nicht unsere Flügel!

Wollen ewig für Dich fliegen.

Lass uns stets unser Augenlicht!

Vergiss nie, wir schauen für Dich.

Reiß uns nicht unsere Federn aus!

Sollen diese uns immer wärmen.

Missbrauche nicht unser Vertrauen! 

Dies würden wir Dir nie verzeihen.

Der Tag an dem

die Sonne erstrahlt,

sie taucht die Erde in

ein Lichtermeer.

Es wird gar still in unserer Natur. 

In der Fern sehen wir

die dunkle Wand.

Unaufhaltsam kommt

sie auf uns zu.

Wilder Sturm fegt

über das Land.

 Der einst so schöne Tag,

er wird zur düsteren Nacht,

wir haben unser Werk vollbracht. 

Geschändet und ausgebeutet

lassen wir die Natur zurück.

Die Erde bat um der Götter Beistand 

und sie blicken traurig auf uns zurück.



 

So hört doch endlich das Rufen,

lauscht auch dem lauten Flehen.

 

 

Eure Art zu leben werden die 

Naturgeister nie verstehen.

Sie werden sprechen auf das

es auch Ihr versteht.

Sie werden alles brechen,

was ihnen im Wege steht.

Auch auf Hilfe können sie hoffen, 

denn die Götter sind für alles offen.


Ich lad Euch ein mit mir zu fliegen

über unsere Blumenwiese.

Zeige Euch die schönen Seiten

in Eurem kurzen Leben.

Wenn Ihr wollt könnt Ihr noch bleiben,

um zu sehen wie wir genießen,

was in der Natur stets bleibt.

Wolfsgeheul dringt durch die Nacht,

der Schein des Mondes längst erwacht.

Leises Knacken hier und da im Geäst,

dich hoffnungsvoll vermuten lässt.

Gefährte begleite mich durch die Dunkelheit,

wir bleiben zusammen für alle Zeit.

Die Götter sind uns wieder wohl gesinnt,

sie schauen auf uns hernieder mein Kind. 


Ich gehe meines Weges,

schaue nicht zurück.

Immer tiefer folge ich dem Pfad nach dem ersehnten Glück.

Lasse vieles hinter mir,

doch meine Gefühle schreien.

Warum kann ich nicht

losgelöst von allem sein?

 

WEIL!

 

Des Menschen eigentlich Geisel ist,

dass verfluchte Materielle,

von dem er nicht los lässt!

Besinne dich auf dein eigen Wohl,

brauchst nicht mehr, 

als zum Leben notwendig ist!



Drei Rosen

 

Am Wegesrand fand ich einst drei Rosen,

deren Farben ich nie vergaß.

 

 

Die erste Rose stand für das Leben

und ich nahm sie dankend an.

Die zweite Rose stand für die Liebe

und ich schenkte sie meinem Gefährten.

Die dritte Rose lag Jahre später

auf unserem gemeinsamen Grab.

 

Nicht weit vom Grab am Wegesrand,

drei Rosen waren neu erblüht,

ihre Farben verlockend und so

kam es, dass ein Wanderer sie nahm, 

mit auf seinen Weg.

Donnergroll und Blitzeinschlag,

die Götter machen die Nacht zum Tag.

Ihr Zorn wird über jene richten,

die unschuldige Leben vernichten.

Drum sei den Göttern stets holt, 

so hegen sie gegen Dich keinen Groll.



Einst am Haus eine

Bank ich sah,

ich lies mich auf ihr nieder.

War müd geworden von der Wanderung,

ich spürte nicht mehr meine Glieder.

 

Lange Zeit stand ich im Kampf

auf den weiten Feldern.

Bin alt geworden und hab

viele meiner Freunde verloren.

 

Nur wenige waren noch hier,

ihre Namen wurden längst genannt.

Ich weiß, ich werd sie wieder sehen,

in unserem ewigen Reich.

 

Ich schaute hoch zum roten Himmel,

die Sonnenstrahlen war´n so warm.

Ein Schauder lief über meinen Rücken, 

die Götter riefen auch meinen Namen. 

 

Mutter Erde

 

Du spendest uns Licht, bei Tag und in der Nacht,

der Sonne Wärme und des Mondes kühle Macht.

Du schenkst uns deine Natur, Tiere und die Meere

und wir können uns deiner Magie nicht verwehren.

Blind vertraust du dich uns an und

lässt dich lenken durch unsere Hand.

Mutter Erde wir sind bei dir nur Gast 

und geduldig erträgst du unsere Last.



 

 

 

 

 

 

 

 

Trotzkopf

 

 Und jetzt sitze ich hier, 

trotze vor mich hin und 

ich frage mich immer, 

bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind? 

 

Gehen meine Gefühle auch 

mal hoch und wieder runter, 

so weiß ich nicht, 

bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind? 

 

Kann ich jemanden lieben, 

auch wenn ich noch spiele, 

ich weiß es nicht! 

Bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind? 

 

Bleibe ich noch im Rahmen, 

auch wenn ich meine Macken habe? 

Und wieder diese eine Frage, 

bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind?  

 

Auch wenn ich mein Leben lebe, 

auf der Überholspur mich befinde, 

im Raum steht die gleiche Frage. 

Bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind? 

 

Und so trotze ich weiter vor mich hin, 

sitze noch immer in meiner Ecke. 

Es bleibt dennoch die gleiche Frage, 

bin ich schon erwachsen 

oder doch noch ein Kind? 


Ein paar Sekunden

 

Ein paar Sekunden in Deinem Leben,

sorgen für Dein Glück.

Ein paar Sekunden in einem anderen Leben,

da gibt es kein Zurück.

 

Ein paar Sekunden in Deinem Leben,

ein neues Leben Dir gehört.

Ein paar Sekunden in einem anderen Leben,

ein Leben gar zerstört.

 

Es sind nur ein paar Sekunden,

in unserem kurzen Leben,

doch diese wenigen Sekunden,

entscheiden wie es weitergeht.

 

Die Welt, sie wird sich immer drehen.


Ein kleiner Drache fliegt über das Gebirge,

schaut nach unten und meint:

„Seltsam, dass die Menschen hier auf Erden,

sind meist nur gemein.

Komisch, dass sie sich bekriegen,

obwohl es viel schöner ist zu fliegen.“

Er kann es nicht verstehen, 

und fliegt friedvoll weiter seines Weges…


Im finsteren Mondeslicht schlummert der Wald, 

einige Tiere haben sich längst zurückgezogen. 

Nur hier und da knackt

es im Geäst, 

Die Gefährten der Dunkelheit machen sich breit. 

 

 

Breite Schwingen schlagen ruhig, 

Finsteres Geheul durchdringt die Nacht,

durchquere ihn schnell, aber mit Bedacht.

Die Gefährten der Nacht begleiten Dich.

 



Die Ampel

 

Die Ampel zeigt Rot und

das kann schon nerven,

doch denk stets daran,

mit ihr kommt auch der Tod.

 

Du tippelst hin und her,

schaust ungeduldig aus.

Es dauert Dir zu lang und

flott wird der Gang.

 

Ein Kind steht hinter Dir,

doch Du siehst es nicht.

Kleine Füße bewegen sich,

seine Augen sehen das Auto nicht.

 

Wenn Du diese Ampel-Regel brichst,

dann vergewissere Dich, 

dass kein Kind in Deiner Nähe ist. 


 

 

 

Am Ende sind alle gleich

  

Die einen sind reich, die anderen arm.

Doch eines haben sie gemeinsam.

Sie wissen nicht was das Leben zu bieten hat,

denn sie sind ständig auf der Jagd.

 

Die Reichen jagen unnützen Dingen hinterher,

die Armen haben nichts zu Essen.

So zieht das eigentliche Leben an ihnen vorbei,

und bekommen das Schöne nicht zu fassen.

 

Das Wesentliche mit dem Herzen sehen,

was der Blick nicht mehr vernimmt,

ist, was ihnen immer verwehrt bleibt

und durch ihre Seele rinnt.

 

Ein Ungleichgewicht in unserer Welt,

für beide Seiten der Schleier irgendwann fällt.

Sie fragen sich, was hat das Leben mir gegeben,

so werden sie erkennen, sie standen nur daneben.

 

Denn am Lebensende sind sie alle gleich.


 

 

 

 

 

 

 

Kleine Flöte

 

Kleine Flöte spiele mir dein Lied,

lass mich dich begleiten.

Mein Atem haucht zart hinein

und sanfte Töne entlocke ich dir.

 

Mutig schicken wir die Noten

weit über das Land,

dass die Menschen wissen,

wofür sie auf der Erde sind.

 

Wir schauen herab auf die Länder,

wünschen uns, dass sie vernünftig

werden, sich nicht mehr

in Hass und Gewalt verrennen.

 

Aber erst wenn alles vernichtet ist

und eine Handvoll übrig bleibt,

erst dann werden sie erkennen,

wofür sie geschaffen wurden.

 

Kleine Flöte spiele mir dein Lied,

lass mich dich begleiten.

Mein Atem haucht zart hinein

und sanfte Töne entlocke ich dir.


Deine Wurzeln

 

Imposant und hoch gewachsen

stehst Du da im Schein des Lichts.

Deine Wurzeln tief vergraben

in der Erde tiefem Reich.

 

Stolz und stark blickst Du in die Ferne,

unter dem blauen Himmelsdach.

Des Nachts leuchten Dir die Sterne

und der Mond über Dich wacht.

 

Jeder Ring den Du in Dir trägst,

erzählt von einem ganzen Jahr.

Es sind so viele Geschichten,

die Du uns erzählen magst.

 

Imposant und hoch gewachsen,

stehst Du da im Schein des Lichts.

Deine Wurzeln tief vergraben

in der Erde tiefem Reich.



 

 

 

 

 

 

Mut

 

Jung und stark,

so dumm und naiv.

Ihr denkt es geht nichts schief.

 

Mutig und selbstbewusst,

steht ihr über den Dingen.

Euch wird nichts misslingen.

 

Dieser Drang vergeht im Laufe der Zeit.

So hört auf uns: die Erfahrung,

die Reife und die Weisheit.

 

Blutjung lasst ihr euer Leben.

Auf solch einen Mut

können wir nichts geben.

 

Hättet ihr doch auf uns Dreien gehört,

wären euer Leben und das eurer Familien 

 jetzt nicht zerstört.


Ohne Wenn und Aber

 

Menschen kommen mir entgegen

mit trübem und gesenktem Blick.

Kein Lächeln ist in den Gesichtern,

nur Trübsal und Bitterkeit.

 

Eine Frau die stürzt und Hilfe braucht,

sie wird von allen nicht beachtet.

Ein kleiner Junge mit seinem Fahrrad fällt,

die Menschen rennen an ihm vorbei.

 

Ein Bettler der die Hand ausstreckt

mit Flehen in seinen Augen.

All die Gutmenschen gehen an ihm vorbei,

als sei er Luft und nicht am Leben.

 

Wo ist diese so hoch gepriesene Menschlichkeit,

von der immer viel geredet wird?

Egal wie ich mich anstrenge,

ich sehe sie nicht mit meinem Blick.

 

Ich helfe der Frau mit einem Lächeln

und frage wie es ihr geht.

Den kleinen Jungen nehme ich an die Hand,

gemeinsam stellen wir sein Fahrrad auf.

 

Ich gehe in die nächste Bäckerei

und kaufe ein belegtes Brötchen.

Ich drücke es dem Bettler in die Hand,

eine dankbare Träne über seine Wange rollt.

 

Es sind die vielen Kleinigkeiten,

mit denen ich etwas bewirke.

Ich denke nicht darüber nach,

denn zu kurz ist dafür mein eigenes Leben.

 

Ich mach es einfach ohne Wenn und Aber.

Auch nicht vor laufender Kamera,

denn das wäre nur geheuchelt.



Die Zeit

 

Sie rast, sie rennt,

du hast sie verpennt.

Sie ist gemein und ungerecht,

wieder fair und doch gerecht.

 

Sie findet keinen Mittelweg,

vielleicht nur einen kleinen Steg.

Sie klaut, sie raubt, sie gibt,

du hasst sie oder hast sie lieb.

 

Sie liegt dir auf der Lauer,

egal wie hoch die Mauer.

Sie bringt dich zur Raserei,

aber auch zur Liebelei.

 

Sie holt dich ein,

oder sie lässt es sein.

Sie heilt auch keine Wunden,

sie sorgt vielleicht für ruhigere Stunden.

 

Sie ist Kind, sie liebt die Jugend,

mit Tadel und mit Tugend.

Sie wird erwachsen und auch alt,

mit dir zusammen halt.

 

Sie zu genießen ist ein Privileg,

dass sie nicht jedem gibt.

Sie begleitet dich ein ganzes Leben,

so einen Freund wird´s nicht noch einmal geben.

 

Sie begleitet Dich bis in´s Grab,

sag nicht, dass du sie nicht magst.

Das keltische Wackelholz

 

Ein Spielzeug mit tieferem Sinn. 

 

Dieses Spielzeug liebt nur eine Richtung und zwar im Uhrzeigersinn, es entgegen gesetzt zu drehen, gelingt nur für einen Moment, es wehrt sich und schlägt sogleich wieder seine Vorzugsrichtung, nämlich im Uhrzeigersinn, ein.

 

Für mich spiegelt das keltische Wackelholz das Leben wieder, welches nur vorwärts gelebt werden kann. Auch wenn man versucht in der Vergangenheit zu leben bzw. Vergangenes zurück zuholen oder gar verlorene Zeit aufzuholen, so gelangt man immer wieder zu der Erkenntnis, dass Vergangenes vergangen und verlorene Zeit verloren bleibt.

 

Aber Eins sei gewiss. Jeder noch so kleine Moment im Leben ist kostbar, der nicht mehr wiederkehrt.

 

Keiner kann ändern, was nicht zu ändern ist.

Und das ist, was mir das keltische Wackelholz zu zeigen vermag.

 

Ich mag dieses kleine Stück Holz, so wie es ist!





 

 

 

 

 

 

 

Natur

 

Nichts ist vollkommen, Nichts ist perfekt,

nur die Natur, vor der hab ich Respekt. 

Berge bis hoch in die Wolken,

den Blick gerichtet auf den Morgen.

 

Wasserfälle so tief und rein,

sorgen für Glückseligkeit. 

Flüsse und Seen kalt und klar,

für die Seele einfach wunderbar.

 

Bäume wachsen hoch hinaus,

in ihrem Schatten findet man ein Zuhaus. 

Blumen so prachtvoll und zart,

jede eine ganz besondere Art.

 

Wiesen und Felder soweit der Blick, 

niemand mochte jemals zurück. 

Jahrtausende, gar Millionen Jahre schon ist sie nun alt,

mit dem Menschen darin wurde alles kalt.


 

 

 

 

 

 

 

 

Geboren

 

Noch merk ich nichts in meinem Bauch,

doch irgendwas passiert dort auch.

Ein kleiner Samen hat es geschafft und

nimmt mein Ei glatt huckepack.

 

Sie turteln, flirten und haben Spaß

doch dann geschieht etwas.

Sie können sich nicht mehr trennen,

auch wenn sie sich noch so anstrengen.

 

Sie werden eins und fühlen sich geborgen

und schaukeln sogleich in sicheren Wogen.

Sie wachsen, nehmen Formen an.

Kopf, Rumpf, Beine mit Füßen dran,

erst eine, dann die zweite Hand.

 

Das Herzchen, so klein und rein,

fängt an zu schlagen obendrein.

Die Zehen und die Finger kommen,

es hat schon längst unsere Herzen erklommen.

 

Tage, Wochen und Monate vergehen,

ich liege endlich in den Wehen.

Ich kann es kaum erwarten,

bis es das Licht erblickt und ich bin am raten.

 

Denn noch immer weiß ich nicht,

ob es ein Mädchen oder Junge ist.

Ein letztes Pressen, die letzten Schmerzen,

die Strapazen sind vergessen.

 

Doch was ist los, denn das Geschrei

hört sich doch an nach Zwei.

Dann endlich in meinen Armen liegend,

ein Mädchen und ein Junge schmunzeln vor sich hin,

sie merken sichtlich wie glücklich ich bin.


 

 

 

 

 

 

 

Der Wind

 

Der Wind, der Wind weht durch die Gassen

und er kann es nicht lassen, er weht den Leuten die Hüte vom Kopfe, sie rufen entsetzt: oh mein Schopfe.

 

Der Wind geht weiter und wird stärker alsbald,

er streift über Straßen und nimmt Kanaldeckel mit.

Sogar vor den Autos macht er nicht halt

und prallt mit Wucht vor deren Heck.

 

Stärker denn je, jagt er über Flüsse,

peitscht das Wasser Meter hoch auf.

Die Bäume die er arg hat herausgerissen,

lässt er liegen, wie lebloses Kraut.

 

Der Wind, längstens zum Sturm geworden,

schlägt eine Schneise durch den Wald.

Die Felder und Wiesen, die er nun hat gerodet,

zittern und ihnen wird kalt.

 

Eine kleine Blume, so lieblich am Rande steht,

der Kleinen wird es ganz bang,

er besinnt sich und macht sich rar,

keine  Angst, ich krümm dir kein Haar.

 

Er dreht ab und blickt zurück auf sein Werk,

Verwüstung, Chaos und er findet es nicht verkehrt.

Doch vor einer kleinen Blume knickte er ein,

war doch besonnen und kehrte heim. 


 

 

 

 

 

Fernweh

 

Am Fenster sitzend schau in die Ferne,

ach, wie wäre ich jetzt so gerne,

in einem anderen Land,

so vertraut, so fremd und doch bekannt.

 

Um zu entfliehen vor all den Sorgen,

die mich erdrücken heut und morgen.

Die Gedanken zu befreien und

meinen Geist zu entweihen.

 

Damit mein Körper kommt zur Ruh

die Glieder, Augen noch dazu.

Um zu verlieren all die Last,

die immer sorgt für keine Rast.

 

Am Fenster sitzend schau in die Ferne,

ach, wie wäre ich jetzt so gerne,

in einem anderen Land, 

so vertraut, so fremd und doch bekannt.